Pädagogisches Konzept

Pädagogisches Konzept

Grundlagen und pädagogische Zielstellungen in den Wohnbereichen unserer Einrichtung

Die gesetzlichen Grundlagen der UN-Behindertenrechtskonvention, des SBG XII, des SGB VIII und des Rahmenvertrages bilden zusammen mit dem Anspruch einer christlichen Einrichtung und den, sich stetig weiterentwickelnden heilpädagogischen Erkenntnissen, Methoden und Standards die Basis unserer Arbeit. Der Artikel 7 der UN-Behindertenrechtskonvention regelt die besonderen Bedürfnisse von behinderten Menschen. Hier wird anerkannt, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt mit Anderen alle Menschenrechte und Grundfreiheiten beanspruchen können. Dies geschieht mit der gleichzeitigen Verpflichtung alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um dies zu gewährleisten. Hieraus ergeben sich demnach auch die Zielstellungen für die Arbeit in unserer Einrichtung.

• Schaffung einer familienähnlichen Betreuungsatmosphäre

• Unterstützung und Förderung bei der Entfaltung der Persönlichkeit durch koedukative Gruppenstrukturen und durch Stärkung von Handlungskompetenzen

• Enge Zusammenarbeit mit Eltern und/ oder gesetzlichen Betreuern

• Orientierung am individuellen Bedarf der Klienten

• Stärken orientierter Ansatz der heilpädagogischen Betreuung

• Förderung und Achtung der Identitätsbildung

• Weiterentwicklung und Stabilisierung von Selbstbestimmung und Selbstständigkeit

• Vorbereitung auf die Erschließung neuer Lebenswelten als Erwachsener

• Gewährleistung von Teilhabe an der Gesellschaft, Organisation von inklusiven Projekten

• Unterstützung beim Aufbau und bei der Pflege von sozialen Kontakten

• Beratung und Unterstützung bei der individuellen Freizeitgestaltung

• Unterstützung und Förderung bei der Verwirklichung des Bildungsanspruches / Zusammenarbeit mit der träger eigenen Förderschule G

Unterstützung und Gewährleistung bei der Teilhabe am Arbeitsleben/Zusammenarbeit mit der WfbM des
Matthias Claudius-Hauses in Oschersleben und der trägereigenen Tagesförderung nach dem 2-Millieuprinzip
für Erwachsene Menschen , die nicht mehr werkstattfähig sind bzw. noch nicht werkstattfähig sind.
Das Wohl des behinderten Menschen hat in unsere Arbeit oberste Priorität und wird allen Maßnahmen vorangestellt
Unterstützung und Gewährleistung bei der Teilhabe am Arbeitsleben/Zusammenarbeit mit der WfbM des
Matthias Claudius-Hauses in Oschersleben und der trägereigenenen Tagesförderung nach dem 2-Millieuprinzip
für Erwachsene Menschen, die nicht mehr werkstattfähig sind bzw. noch nicht werkstattfähig sind.[/one_half_last]

Angebote, Leistungen und Struktur unserer Einrichtung

Die Hilfen im Wohnbereich orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen des Einzelnen und sollen zur Umsetzung der bereits genannten Zielstellungen führen. Weiterhin sind angebotene Hilfen stets handlungs-, alltags- und umweltorientiert und umfassen die im Rahmenvertrag enthaltenen Lebensbereiche. Grundlage bildet die einrichtungsinterne Hilfeplanung, basierend auf dem jeweiligen Gesamtplan, Entwicklungsbericht und individuellen Förderplänen, an der die Leistungsberechtigten im Rahmen ihrer Möglichkeiten beteiligt werden. Die Einbeziehung des persönlichen Umfeldes (z.B. Familie, Bezugspersonen, Betreuer) findet soweit möglich mit Zustimmung der Leistungsberechtigten statt. Alle Angebote und Hilfen werden so auch unter Einbezug der Biographie und sozialen Einbindung jedes Einzelnen geplant. Ziel ist es einen etwas weiter gesteckten Rahmen zu bieten, um so individuelle Entwicklung zu fördern und zugleich eine positive Begrenzung zu schaffen die Geborgenheit und Schutz vermittelt. Die Intensität der Hilfestellung orientiert sich am Hilfebedarf der zu Betreuenden, basierend auf dem Grundsatz: So wenig Hilfe wie möglich, so viel Hilfe wie nötig.